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Abklärung: Psychische Störungen nach ICD-10 (DISYPS-2)

Einsatzbereich

Das Diagnostik- System wird für Kinder und Jugendliche eingesetzt, um psychische Störungen zu erkennen, zu dokumentieren, sowie eine Therapieplanung und Verlaufskontrolle zu ermöglichen.

Das Verfahren

Das Diagnostik-System erfasst psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen entsprechend den Diagnosekriterien von ICD-10 und DSM-IV. Es umfasst die im Kindes- und Jugendalter wichtigsten Störungsbereiche: Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens, Angststörungen, Depressive Störungen, Zwangsstörungen, Tiefgreifende Entwicklungsstörungen, Tic-Störungen, Störungen sozialer Funktionen, d.h. Bindungsstörungen und Mutismus. Dabei werden die drei Beurteilungsebenen a) klinische Beurteilung, b) Fremdbeurteilung (Eltern, Lehrer) und c) Selbstbeurteilung miteinander kombiniert. Die klinische Beurteilung erfolgt anhand der Diagnose-Checklisten (DCL), die für alle acht Störungsbereiche vorliegen. Die Einschätzung durch Eltern, Lehrer oder Erzieher kann anhand von Fremdbeurteilungsbogen (FBB) vorgenommen werden, die für fünf Störungsbereiche entwickelt wurden. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren können sich selbst anhand von Selbstbeurteilungsbogen (SBB) einschätzen, die für vier Störungsbereiche vorliegen. Die Instrumente des Diagnostik-Systems erleichtern die operationalisierte kategoriale Diagnostik nach ICD-10 und DSM-IV und sie ermöglichen eine differenzierte dimensionale Beschreibung psychischer Auffälligkeiten im Rahmen einer multimodalen Verhaltens- und Psychodiagnostik.

 

Angstfragebogen (AFS)

Einsatzbereich

Der AFS ist für Schüler zwischen 9 bis 16/17 Jahren geeignet und ist als Einzel- und Gruppenverfahren durchführbar. Es erfasst unter anderem das Ausmass der Angstatmosphäre in Schulklassen und dient zur individuellen Diagnostik, Therapieindikation und -kontrolle. 

Das Verfahren

Der Anstfragebogen für Schüler (AFS) ist ein mehrfaktorieller Fragebogen, die die ängstlichen und unlustvollen Erfahrungen von Schülern unter drei Aspekten erfasst: Prüfungsangst, allgemeine Angst und Schulunlust. Ferner enthält der AFS eine Skala zur Erfassung der Tendenz von Schülern, sich angepasst und sozial erwünscht darzustellen.