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BOT-2

Einsatzbereich

Der BOT-2 dient der Erfassung der motorischen Fähigkeiten von Kindern im Alter von 4;0 bis 14;11 Jahren. Grob- und feinmotorische Koordinationsdefizite können alleine oder begleitend zu anderen Erkrankungen auftreten.

Das Verfahren

Der BOT-2 deckt mit acht Untertests zahlreiche fein- und grobmotorische Fähigkeiten ab, die in vier Bereiche der Motorik sowie einen Gesamtwert der motorischen Fähigkeiten zusammengefasst werden können.

  • Feinmotorische Steuerung (Feinmotorische Genauigkeit und Feinmotorische Integration)
  • Handkoordination (Handgeschicklichkeit und beidseitige Koordination)
  • Körperkoordination (Gleichgewicht und Schnelligkeit und Geschicklichkeit)
  • Kraft und Gewandtheit (Ballfertigkeiten und Kraft)
  • Gesamtwert

Abklärung: Raumanalytische/räumlich-konstruktive Fähigkeiten (ATK)

Einsatzbereich

Der Abzeichentest für Kinder (ATK) ist besonders zur Diagnsotik raumanalytischer und räumlich-konstruktiver Fähigkeiten und zum Nachweis entsprechender Funktionsstörungen bei 7- bis 12-Jährigen Kindern geeignet. 

Das Verfahren

Der ATK besteht – je nach Alter – aus 3 bis 9 standardisierten Vorlagen mit geometrischen Mustern unterschiedlicher Komplexität, die in der unteren Hälfte des Blattes abgezeichnet werden sollen. Als Orientierungshilfen sind Elemente der Vorlage bereits vorgegeben, die in die Reproduktion einbezogen werden müssen. Auf diese Weise wird eine Diagnostik hirnfunktionell bedingter Störungen ermöglicht, da die Integration vorgegebener Hilfen Kindern mit einer räumlich-konstruktiven Störung schwerer fällt als das Abzeichnen ohne Hilfen. Die Auswertung geschieht anhand übersichtlich und farbig gestalteter Folien, die auch eine Fehleranalyse und damit eine interventionsbezogene Diagnostik erlauben.
Zur Testdurchführung werden ca. 15 Minuten benötigt.

Abklärung: Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung (FEW-2)

Einsatzbereich

Der Test erlaubt es eine differenzierte Beurteilung der kindlichen Entwicklung zur visuellen Wahrnehmung zu beurteilen.  

Das Verfahren

Der FEW-2 ist die deutsche Bearbeitung des Developmental Test of Visual Perception 2 (DTVP-2), der seit 10 Jahren in der Therapie und Rehabilitation von Kindern mit Entwicklungsstörungen einen festen Platz hat. Der FEW-2 steht in der Tradition des Frostigs Entwicklungstests der visuellen Wahrnehmung, hat aber bedeutsame konzeptionelle Mängel und methodische Schwierigkeiten des FEW überwunden. Insbesondere die explizite Trennung in motorikfreie (motorikreduzierte) und motorikabhängige Anteile erlaubt eine differenzierte Beurteilung der kindlichen Entwicklung zur visuellen Wahrnehmung mit Hilfe von insgesamt 8 Subtests: 1. Auge-Hand-Koordination, 2. Lage im Raum, 3. Abzeichnen, 4. Figur-Grund, 5. Räumliche Beziehungen, 6. Gestaltschließen, 7. Visuo-motorische Geschwindigkeit, 8. Formkonstanz. Jeder der acht Subtests misst einen Typ visueller Wahrnehmungsfähigkeit - klassifizierbar als Lage im Raum, Formkonstanz, räumliche Beziehungen oder Figur-Grund. Das Testmaterial wurde – soweit möglich – für den deutschen Sprachraum übernommen und teilweise an den deutschen Sprachgebrauch angepasst bzw. präzisiert und erweitert. Allerdings wurden entsprechend der berechneten Schwierigkeitsindizes die Itemreihenfolgen der amerikanischen Originalversion teilweise verändert; das Layout und die Bewertungsrichtlinien einiger Subtests wurden z.T. etwas modifiziert.
Die Durchführung der Tests dauert ca. 30 bis 50 Minuten.

Abklärung: Prozess-/Handlungsablaufsfähigkeit (AMPS)

Einsatzbereich

Mit diesem Test wird die Prozess- und Handlungsfähigkeit festgestellt um daraus Schlüsse über die Möglichkeiten der Testpersonen in Alltagssituationen zurecht zu kommen ziehen zu können.

Das Verfahren

AMPS steht für "Assesment for motor and process skills". Der Klient wird bei einer genau definierten und bekannten Aktivität des Alltages beobachtet. Diese Handlung wird auf 16 ADL motor und 20 ADL process skill items beurteilt. Daraus lässt sich schliessen, wie die Qualität der Aufgabenausführung der Person ist und die Therapeutin kann eine Bewertung abgeben, wie gut die Person im alltäglichen Leben zurechtkommt.